Nordtour (Wracktour)

 

Careless Reef
Nicht weit weg von der Küste erheben sich zwei riesige Korallentürme auf einem flachen Plateau, das sich auf tiefen Steilwänden befindet. Der Platz ist ungeschützt und kann nur bei guten Wetterverhältnissen angefahren werden. Die Oberflächenströmung ist normalerweise von Norden, unter Wasser kann sie in jeder Richtung gehen. Am nördlichen Abfall finden Sie einen Korallenwald und im Süden ein sanfter Abhang mit kleinen Korallenstöcken. Im gesamten Gebiet sind große Fischschwärme jeder Art, man trifft viele Riesenmuränen, Weißspitzenriffhaie und andere Fischschulen, große Zackenbarsche und ab und zu den morgendlichen Hammerhai.

The Alternatives
Ungefähr 30min nordwestlich von Ras Mohamed ist eine Reihe von abgeflachten Korallentürmen mit Namen wie "einsamer Pilz" (lonely mushroom), Stachelrochenstation (Stingray Station) oder auch die Sieben Türme (Seven Pinnacles). Der beste Tauchplatz ist zwischen dem dritten und vierten Stock aus östlicher Richtung kommend, wo unberührte Korallen in allen Farben ihr Futter aus der Strömung filtern, wodurch aber auch die Sicht behindert sein kann. "Stingray Station" liegt am äußeren westlichen Ende der Alternatives, es ist unregelmäßig geformt und hat seinen Namen von den Stachelrochen, die sich zwischen März und April hier versammeln. Das gesamte Gebiet ist bekannt für seine großen Zackenbarsche, Schildkröten und einen Leopardenhai.

Das Wrack der Dunraven
In einer Reihe von seichten Riffen und Lagunen an der südlichen Spitze von "Shab Mahmoud" liegt das Wrack eines 1876 gesunkenen englischen Dampfseglers auf seiner Rückreise von Bombay nach England und mit seiner Ladung von Holz und Gewürzen. Der Schiffrumpf liegt mit dem Kiel nach oben (max. 29m Tiefe) und ist komplett mit Weichkorallen bewachsen, der Propeller und das Ruder sind in 19m.Im Wrack haben eine Reihe von Lebewesen wie Muränen, Napoleons, Zackenbarsche, Schulen von Glasfischen und Meerbarben ihr Zuhause.

Wrack der Thistlegorm
Wir sind sicher, dass dieses Wrack den meisten schon bekannt ist. Sie war im Oktober 1941 hinter Shab Ali verankert und wartete auf den Befehl, weiter Richtung Suezkanal zu fahren, um den britischen Truppen in Nordafrika ihre Ladung voll Munition zu bringen, als ein deutsches Flugzeug diesen 129m langen britischen Frachter bombardierte. Die Ladung von Eisenbahnlokomotiven, Maschinengewehren, Lastwagen, Motorrädern und diverser Munition verschiedener Kaliber ist noch vollständig erhalten. Man braucht mindestens zwei Tauchgänge, um ein allgemeines Gefühl für dieses Wrack zu bekommen. Beginnen Sie auf dem tiefer liegenden Heck und gehen Sie beim zweiten Tauchgang zum Bug. Auf diesem Wrack sind Fledermausfische, Stachelmakrelen, Barrakudas, Doktorfische, Nacktschnecken und Soldatenfische zu Hause. Die Strömung kann sehr stark sein und die Sicht schlecht, geben Sie auf das Briefing des Tauchführers gut acht und genießen Sie den Ausflug in den Teil britischer Geschichte.

Carnatic
Ein britischer P&O Dampfer, der 1869 wegen Schlechtwetters auf das Riff lief und einen Tag später sank. Dieses Passagier- und Postschiff ist auch als "Weinwrack" bekannt wegen der unzähligen Flaschen, die man in den Laderäumen fand, die aber leider zum Großteil schon verschwunden sind. Es kursieren Gerüchte, dass mit ihr auch vierzig Tausend Pfund Sterling in ungemünztem Gold untergingen, die noch niemand entdeckt hat. Sie liegt in 29m und der ganze Schiffrumpf ist mit Weichkorallen bewachsen, das Innere voller Glasfische und Rotmaul-Zackenbarsche als Schildwache. Ein Laderaum stützt eine wunderschöne Tischkoralle. Das Wrack beherbergt große Zackenbarsche, Tintenfische, und Muränen, Stachelmakrelen und Thunfische schwimmen außen herum.

Ras Mohammed
Hier an der Südspitze von Sinai treffen die Wassermassen Golf von Suez und Golf von Aqaba zusammen, wodurch ein einzigartiges Ecosystem entsteht. Eigentlich besteht Ras Mohamed aus mehreren Tauchplätzen, die zu den besten Tauchplätzen der Welt zählen, mit hervorragenden Steilwänden.

Shark & Yolanda Reefs
Genau an der Südspitze Sinais sind diese weltbekannten Korallentürme, die durch eine senkrechte Wand, die tief abfällt verbunden sind. Beginnen Sie bei Shark Reef und lassen Sie sich von der Strömung an den bunten Weichkorallen vorbei treiben. An dieser Steilwand sammeln sich sehr oft Schulen von Barrakudas und Schnappern in ungefähr 30m wegen der häufig starken Strömung. Sie können dieser Schulen durchschwimmen, weil sich dahinter manchmal Seidenhaie aufhalten, verlieren Sie aber die Steilwand nicht aus den Augen. Beim Weiterschwimmen Richtung Jolanda kommt man auf ein Plateau mit vielen Korallenstöcken, wo sich Skorpion- und Steinfische versteckt haben und auf Futter warten. Nach dem Riffstock sehen Sie die Überreste des Wracks "Jolanda" mit der verstreuten Ladung von Klomuscheln und Badewannen. In diesem Gebiet kommen oft Freiwasserfische vorbei, vergessen Sie also nicht, immer ins Blaue zu schauen, um Thunfische oder gar einen Hammerhai zu sehen. Passen Sie bei Briefing des Tauchführers genau auf, weil die Strömungsverhältnisse hier oft stark und kompliziert sind.

The Gardens (Die Gärten, gleich nördlich von Naama Bay)
Eigentlich drei Gärten: ein "naher" ("near"), ein "mittlerer"("middle") und ein "ferner"("far"). Am weitesten enfernt ist Far Garden mit einem farbenfrohen Saumriff, das auf 25m absinkt mit kleinen Korallenstöcken. Am Beginn der Steilwand gibt es einige Stöcke, um die häufig Freiwasserfische herum schwimmen. Auf 12m finden sich einige Höhlen mit Glasfischen. "Near Garden" ist nur wenige Minuten von Naama Bay entfernt und ideal für Nachttauchgänge. Ein sandiger Hang, der auf 25m abfällt. In der Nacht werden Sie Laternenfische sehen, bei Tag Napoleons, Blaupunktrochen und ab und zu einen grauen Riffhai.

Bluff Point (Schroffe Spitze)
"Bluff Point" befindet sich am Eingang zur Straße von Gubal und hat seinen Namen erhalten, weil dort starke Strömungen Wirbel erzeugen, die sich auf dieser östlichen Steilwand der Insel brechen. Riesige Fächerkorallen bedecken diese eindrucksvolle Steilwand voller Höhlen mit Glasfischen. Häufig sieht man Schildkröten und Napoleons. 300m nördlich des Leuchtturms liegt ein unbenanntes Wrack in 5m bis 25m Tiefe. Gerüchte sagen, dass dies ein ägyptisches Patrouillenboot ist, das im Sechstageskrieg versenkt wurde.


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